Allgemeines

 

Die Professur für Analyse und Monitoring urbaner Räume beschäftigt sich mit der theoriegeleiteten empirischen Analyse der Ursachen, Ausprägungen und Folgen von Urbanisierungsprozessen im Schnittfeld von geographischer, planungs-, wirtschafts- und sozialwissenschaftlicher Stadtforschung.

Die Professur ist verbunden mit der Leitung des Bereiches „Geoinformation und Monitoring“ am Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung, kurz ILS, in Dortmund. Das ILS ist ein exzellenzorientiertes außeruniversitäres raumwissenschaftliches Forschungsinstitut mit vier inter- und transdisziplinär angelegten Forschungsbereichen:

  • Metropole und Region
  • Gebaute Umwelt
  • Alltagsmobilität und Verkehrssysteme
  • Sozialraum Stadt

Die Kooperation zwischen RWTH und ILS verfestigt den Wissenstransfer zwischen universitärer und außeruniversitärer Forschungslandschaft in den genannten Themenbereichen. Die Lehrveranstaltungen der Professur, die gezielte Ausschreibung von Abschlussarbeiten für Studierende der RWTH, sowie gemeinsame Forschungsinitiativen stärken die interdisziplinäre Zusammenarbeit und bieten neue Chancen für die wissenschaftliche Nachwuchsförderung.

Ein zentraler Forschungsauftrag ist die Weiterentwicklung von GIS-basierten Methoden der urbanen Raumbeobachtung und -analyse unter Einsatz von Geobasisdaten, Daten der amtlichen Statistik und der urbanen Fernerkundung. Konkretisiert und ergänzt werden diese quantitativ angelegten Methoden in Anwendungsbeispielen der Landnutzungsmodellierung, der deskriptiven und induktiven Statistik zur Untersuchung räumlicher Verteilungsmuster und Entwicklungstrends, in EDV-gestützten Szenarien der Raumentwicklung, aber auch durch die Verknüpfung mit Methoden der empirischen Sozialforschung.

Mit dieser Methodenkompetenz besetzt die Professur eine wichtige Schnittstellenfunktion: Aus technischer Sicht werden bestehende und neue Analysepotenziale einer zunehmend vernetzten und zugänglichen Geodateninfrastruktur für die Forschung erschlossen. Auf Seiten der Anwenderperspektive werden auf dieser Grundlage Werkzeuge entwickelt, die im Zuge der Digitalisierung für zahlreiche Gesellschaftsfelder neue Möglichkeiten der Planungsbeteiligung, zum Beispiel über nutzergenerierte Informationen, aber auch der Kommunikation und Visualisierung räumlicher Fragestellungen und Analyseergebnisse, zum Beispiel über interaktive WebGIS-Anwendungen, ermöglicht.