Geomorphologische Untersuchungen zur jungquartären Klima- und Landschaftsgeschichte des Donggi Conas, nordöstliches Tibet Plateau

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  Forschungsarbeiten am Donggi Cona Urheberrecht: G. Stauch Forschungsarbeiten am Donggi Cona

Im Rahmen dieses Projektes wurden bereits in den Vorjahren begonnene geomorphologische Untersuchungen am Donggi Cona fortgesetzt. Der See liegt im nordöstlichen Bereich des tibetanischen Hochlandes auf einer Höhe von 4090 m. Schwerpunkt der geomorphologischen Arbeiten im Frühjahr 2008 war der östlich an den See angrenzende Schwemmfächer. Der Schwemmfächer hat eine Größe von 180 km² und auf ihm verläuft der Hauptzufluss zum Donggi Cona. Der Schwemmfächer ist durch verschiedene kleine Terrassensysteme sowie die Kunlun Verwerfung stark gegliedert. Im Rahmen der Untersuchungen wurden detailliert die Terrassensysteme auf dem Schwemmfächer kartiert und mit einem differentiellen GPS eingemessen. Am westlichen Bereich des Schwemmfächers werden die groben Schotter von limnischen Sedimenten überlagert. Radiometrische Altersbestimmungen mit 14C sowie optisch stimulierter Lumineszenz weisen auf kurzfristig deutlich höhere Seespiegel im späten Holozän hin. Eventuell handelt es sich hierbei nicht um klimatische Signal, sondern um einen kurzfristigen Aufstau des Sees aufgrund von tektonischen Ereignissen. Des Weiteren wurden detaillierte Untersuchungen der benachbarten Dünenfelder durchgeführt. Diese Dünenfelder waren ebenfalls in den letzten 2000 Jahren besonders aktiv. Dies deutet auf eine Tendenz zu verstärkt trockeneren Klimabedingungen in dem Raum hin. Dies ist auf eine Abschwächung des asiatischen Sommermonsuns zurückzuführen. Weitere Informationen zu den Ergebnissen finden Sie in Stauch et al. (2014).

Parallel zu den Arbeiten der Aachener Arbeitsgruppe führten die Kollegen vom AWI Potsdam und der Universität Nanjing eine Bohrung vom Eis des Sees durch. Mit dieser Bohrung wurden erfolgreich die Sedimentschichten am Boden des Sees aufgeschlossen.

 
Laufzeit 03/2008 - 05/2008
Förderung DFG Le 730/20-1, Prof. Dr. F. Lehmkuhl, Dr. G. Stauch
Projektpartner

Prof. Dr. Bernd Wünnemann Fachbereich Geowissenschaften, Freie Universität Berlin

Dr. Hui Zhao – Chinese Academy of Sciences, Lanzhou